Apple ändert iPad Produktvideo: Flashinhalte gelöscht PDF Drucken E-Mail

ipadNachdem sich viele nun vom Endorphin-Kater der iPad-Vorstellung erholt haben, ist wohl alles was bleibt ein bitterer Nachgeschmack im Mund und die Hoffnung auf eine Überarbeitung der iPad Software in den nächsten zwei Monaten.

Man tut sich einfach schwer das Gerät in eine Schublade zu stecken - nicht wegen seiner Größe oder Dicke, sondern vielmehr aufgrund der Funktionen, die es nicht beherrscht. Es ist nicht leicht das Gerät zu positionieren, wie Steve Jobs es auf der Keynote versuchte. Ist es nun ein großer iPod touch auf Speed (mit optionaler 3G-Funktion) oder doch ein abgespecktes MacBook Air ohne Tastatur?

Adobe hat sich in den letzten Tagen dem iPad angenommen und sich trotz der bestehenden Funktionen, die auf Adobe-Technologien zurückgreifen (PDF und ePub), Apples Vorgehen kritisiert. Auch wenn Flash die Lüfter der meisten Rechner auf Hochtouren bringt, konnte sich bis jetzt noch keine Technologie anschicken, Flash vom Thron zu stoßen, auf dem es nun schon seit über 10 Jahren seine feste Position hat.

YouTube hat nun begonnen bei seinen Onlinevideos auf die Kombination aus HTML 5 und H.264 zu setzen und auch Microsoft versucht mit seiner eigenen Technologie namens "Silverlight" ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Flash findet man immernoch auf weit über 97% aller PCs und Macs und machen beliebte Online-Anwendungen wie Hulu oder die unzähligen Facebook-Spiele überhaupt erst möglich. Auf dem iPhone konnten sich Webseitenbetreiber bis jetzt mit einem kleinen Workaround helfen - einfach eine App programmieren, die Inhalte auf andere Weise präsentiert. Gerade die YouTube-App veranschaulicht diese Vorgehensweise seit der iPhone-Vorstellung.

Doch Irgendjemand muss wohl Apple nachträglich auf dem Umstand aufmerksam gemacht haben, dass im Vorstellungsvideo die Seite der New York Times Flash-Inhalte angezeigt werden, denn im Laufe des Tages wurde das Video auf der Apple-Webseite geändert:

ipadvideoflash

Eine interessante Entwicklung, wählte Steve Jobs bei der Produktpräsentation doch absichtlich die Webseite der New York Times, wo man sehr viele blaue Legosteinchen finden konnte, die auf fehlende Plugins hinweisen sollen. Gerade wer Steve Jobs perfide Perfektionssucht kennt, weiss dass die Präsentationen Monate im Voraus geplant werden und besagte Webseite nicht ohne Grund ausgewählt wurde.

Man sollte sich daher nicht fragen warum Flash nicht unterstützt wird, sondern eher warum Apple so eindeutig auf die fehlende Flash-Unterstützung hinweist.

Ich vermute, dass die nächsten Wochen bis zur Vorstellung noch sehr spannend werden, denn irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, auf dem iPad-Event nur die halbe Wahrheit gehört zu haben!

Was meint Ihr - hat Apple noch ein Ass im Ärmel? Ich verweise hierzu auch auf die Umfrage, die im rechten Teil von Sevenmac auf Eure rege Teilnahme wartet.

 

 

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